Künstlerdorf
Siedlinghausen
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Das Künstler-Dorf Siedlinghausen im Hochsauerlandhat etwa 2.100 Einwohner und ist heute ein Stadtteil von Winterberg (Westfalen). Der Sauerlanddichter Friedrich Wilhelm Grimme nennt Siedlinghausen "... eines der größten, wohnlichsten und freundlichsten Dörfer des ganzen Sauerlandes." Zu besichtigen sind Exponate, Bilder und Schriftstücke unserer Künstler in den Siedlinghauser Heimatstuben. Das Auffällige und zugleich Erstaunliche an diesem Dorf ist die relativ große Zahl von Künstlern, die hier leben und schaffen. Allein die Familie Simon hat vier namhafte Künstler hervorgebracht - eine glückliche Fügung! |
Bildende Künstler
- Ernst Austen † - Maler Landschaftsbilder, Portraits, abstrakte Kompositionen
- Karl-Heinz Hanfland † - Bildhauer und Maler Kunsthandwerker - Kirchenrestaurator - Künstler
- Angelika Kleinsorge - Zeichnerin, Malerin, Kunsterzieherin und Künstlerin
- Meinolf Leiße - Zeichner, Maler, Bildhauer naturverbunden - parteiergreifend - gesellschaftskritisch
- Christiane Moussa - Malerin, Bildhauerin, Kunstpädagogin, Gewinnerin der Ausstellung "Kunst im Bus" 2004
- Ansgar Nierhoff - Bildhauer, August-Macke-Preisträger, stammt aus Siedlinghausen; wohnt in Köln; Professor in Mainz
- Eugen Senge-Platten † - Bildhauer und Maler bearbeitete insbesondere das heimische Material Schiefer
- Peter Schlagregen - Maler und Grafiker, Kunsterzieher, Künstler
- Günther Simon - Karikaturist, Maler, Illustrator von Kästnerbüchern; heute ein "leidenschaftlicher Maler"
- Thomas M. Simon - Maler, Grafiker malt Visionen und Ideen, die er lange in sich trägt
- Paul Stipp - Grafiker, Maler, Creative Director 40jährige erfolgreiche Berufstätigkeit in Grafik- und Designagenturen
Fotografen
- Wilfried Kräling, Portrait-, Werbe- und Landschaftsfotografie, Verlag
- Ferdi Kräling, Motorsportfotografie, Motorsport-Bild-Verlag
- Bodo Kräling, Motorsportfotografie, Motorsport-Bild-Verlag
Beispielhaft seien vorgestellt:
Eugen Senge-Platten, 1890 bis 1972
« Der Ministerpräsident des Landes Nord-Rhein-Westfalen, Dr. Franz Meyers, besuchte den Künstler in seinem Atelier in Siedlinghausen im Jahre 1964.
Rechts neben Eugen Senge-Platten der damalige Oberkreisdirektor des Kreises Brilon, Dr. Adalbert Müllmann.
Aus den plastischen Werken:
« Kreuzweg, Gefallenenehrung auf dem städtischen Friedhof in Stadtlohn, Station II, Christus nimmt das Kreuz auf sich, Material: Muschelkalk, geschaffen 1951.
Quelle: Eugen Senge-Platten, Skulpturen, Reliefs und Zeichnungen, Dr. Egon Pfeifer Fredeburg, 1990
Ernst Austen, 1920 - 1987

Erinnerungen an meinen Bruder, den Maler Ernst Austen.
Auszug und Bilder aus dem gleichnamigen Beitrag von Frau Hedi Austen, in: Ernst Austen - ein Maler aus dem Sauerland, Brilon 1998 Im Jahr 1946 beginnt für Ernst das Kunststudium.
Er ist jetzt bereits 26 Jahre alt. Zunächst besucht er die Kunstakademie Düsseldorf, wo er Schüler von Prof. Werner Heuser ist. Vier Semester bleibt er in Düsseldorf, dann wechselt er 1948 an die von Prof. Dr. A. Hoff geleiteten Kölner Werkschulen. Er wird u. a. auch Schüler von Friedrich Vordemberge. 1951 beendet Ernst seine Ausbildung.
In Siedlinghausen lebt und arbeitet der Bildhauer Eugen Senge-Platten, ein Vetter unserer Mutter. Er beobachtet und begleitet anfänglich den künstlerischen Weg von Ernst. Zwischen ihnen besteht ein recht positives und spannungsfreies Verhältnis. Dieses gute Einvernehmen hält auch in den ersten Nachkriegsjahren an und schließt, was die künstlerische Arbeit anbetrifft, immer auch gegenseitige fruchtbare Kritik mit ein.
Karl-Heinz Hanfland
Kunst und Handwerk - nirgendwo liegt beides näher zusammen als bei Karl-Heinz Hanfland. Ein Leben lang Handwerker - besser Kunsthandwerker - widmet er sich heute seiner eigentlichen Leidenschaft, der Malerei, der Bildhauerei und dem Zeichnen. Dabei kann er aus dem Vollen schöpfen: Als Handwerker aus seinem steten Bemühen um Genauigkeit, aus seinem umfangreichen Wissen um das Material und seine Beschaffenheit, aus seiner langen Erfahrung im Umgang mit dem Werkzeug, als Künstler aus der Fähigkeit, seine Vorstellungen und Ideen werkgerecht in Bild und Form zu bringen.
So vielfältig seine Handwerkskunst ist, so vielfältig sind auch seine Kunstwerke. Die vorwiegend religiösen Motive finden wir in einer Vielzahl von Zeichnungen und Gemälden, in Reliefs, Holzdrucken und Skulpturen, wie seine Pieta, die er aus einem einzigen Stamm geschaffen hat.
Öffnungszeiten Heimatstuben: Die Heimatstuben haben an jedem dritten Sonntag im Monat in der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Darüber hinaus können zu jeder anderen Zeit Interessenten das Museum nach Terminabsprache besuchen.
Der Eintritt ist frei.



